Wer denkt, Vollkorngebäck sei automatisch schwer oder trocken, wird hier eines Besseren belehrt: Die Quarkbällchen sind wunderbar fluffig, bleiben saftig und stehen der klassischen Variante in nichts nach. Im Gegenteil: bei uns waren Freunde und Familie restlos begeistert und konnten kaum glauben, dass sie mit Vollkorn gebacken sind.
Ob zum Nachmittagskaffee, in der Faschingszeit, für den Kindergeburtstag oder einfach als kleine süße Belohnung zwischendurch – diese Quarkbällchen zeigen, wie unkompliziert und köstlich Backen mit Vollkorn sein kann.
Warum Quarkbällchen in der Faschingszeit so beliebt sind?
Wenn die fünfte Jahreszeit beginnt, dürfen süße Klassiker einfach nicht fehlen. In der Faschings- oder Karnevalszeit gehören traditionell in heißem Fett ausgebackene Gebäcke auf den Tisch – allen voran Krapfen, Berliner, Mutzen oder eben Quarkbällchen. Das hat nicht nur mit Genuss, sondern auch mit Geschichte zu tun: Früher wurden vor der Fastenzeit noch einmal reichhaltige Zutaten wie Zucker, Eier und Fett aufgebraucht. Entstanden sind daraus genau die süßen, goldbraun ausgebackenen Köstlichkeiten, die wir heute mit Fasching verbinden.
Quarkbällchen passen besonders gut in diese Zeit, weil sie unkompliziert, schnell gemacht und wunderbar gesellig sind. Man kann sie gut teilen, auf Buffets stellen oder zu Umzügen und Feiern mitbringen. Außen knusprig, innen weich und saftig – sie sind ein typisches „Handgebäck“, das ohne Besteck funktioniert und einfach gute Laune verbreitet.
Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Tradition, Duft nach frischem Gebäck und dem ersten Hauch von Frühling, die Quarkbällchen in der Faschingszeit so besonders macht. Sie stehen für Genuss ohne großen Aufwand und für das kleine süße Extra mitten im bunten Treiben.
Das Rezept: Quarkbällchen
ZUTATEN
- 80 g Butter, zimmerwarm
- 90 g Zucker
- 1 Prise Vanille
- 1 Prise Salz
- 2 Eier
- 230 g Einkorn Vollkornmehl
- 50 g Speisestärke
- 1 Pck Backpulver
- 400 g Magerquark
ZUBEREITUNG
- Butter, Zucker und Vanille in einer Schüssel schaumig rühren.
- Eier und Salz unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und mit dem Quark unter den Teig rühren. Die Fritteuse oder einen Topf mit Öl auf ca. 180 Grad erhitzen.
- Wenn das Fett erhitzt ist, könnt ihr nun nach und nach die Quarkbällchen ausbacken.
Variante 1: Mit zwei Löffeln etwas teig aus der Schüssel nehmen und in das Fett geben
Variante 2: Mit feuchten Händen Kugeln formen und in das Fett geben (wie auf Bild) - Ein paar Minuten warten und wenden. Sie sind fertig, wenn sie auf beiden Seiten goldbraun sind.
- Mit einem Löffel herausnehmen und abkühlen lassen.
- Anschließend mit Puderzucker bestreuen oder in Zimt Zucker wälzen.
Urgetreide Einkorn – ursprünglich, aromatisch und nährstoffreich
Einkorn zählt zu den ältesten kultivierten Getreidearten der Welt und wurde schon vor Tausenden von Jahren angebaut. Im Vergleich zu modernem Weizen ist es weniger überzüchtet und überzeugt durch seinen ursprünglichen Charakter. Besonders geschätzt wird Einkorn für sein fein-nussiges, leicht süßliches Aroma, das Backwaren eine besondere Tiefe verleiht.
Auch inhaltlich hat das Urgetreide einiges zu bieten: Einkorn enthält von Natur aus viele Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium sowie wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Zudem weist es einen höheren Gehalt an Carotinoiden auf, die für die leicht gelbliche Farbe des Mehls verantwortlich sind. Wer bewusst backen möchte und Wert auf natürliche Zutaten legt, trifft mit Einkorn eine geschmacklich wie ernährungsphysiologisch spannende Wahl.
Was unser Vollkornmehl so besonders macht? Durch unser pulverisierendes Mahlverfahren ist es sehr fein und kann sowohl für feine Backwaren als auch für Brote eingesetzt werden. Vor allem unsere beliebtes Einkorn ist sehr vielfältig und unser Allrounder in der Küche. Überzeuge dich gerne selbst von unserem extrafeinen Einkorn-Vollkornmehl :)
Backen mit Vollkorn – kleine Veränderung, große Wirkung
Mit Vollkorn zu backen bedeutet, das volle Korn zu verwenden – inklusive Keimling und Randschichten. Genau dort sitzen die meisten Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Während bei hellem Mehl viele dieser Bestandteile entfernt werden, bleibt beim Vollkornmehl die natürliche Nährstoffvielfalt erhalten.
Der Vorteil: Vollkorn sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl, unterstützt eine stabile Blutzuckerentwicklung und liefert dem Körper wertvolle Nährstoffe. Und das Beste daran? Geschmack und Textur leiden keineswegs darunter. Richtig eingesetzt entstehen saftige, aromatische Backwaren mit mehr Tiefe und Charakter.
Oft braucht es nur eine kleine Veränderung wie den Austausch von hellem Mehl gegen Vollkornmehl, um im Alltag einen spürbaren Unterschied zu machen. Ohne Verzicht, ohne komplizierte Umstellung, sondern ganz leicht beim nächsten Backen.
Über die Autorin
Stefanie Dehn
Hallo, ich bin Stefanie Dehn aus der Nähe von Heilbronn. Schon immer habe ich mich für gute, regionale Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung interessiert.
Als ausgebildete Ernährungsberaterin liegt mir dabei besonders das Urgetreide am Herzen. Schon lange habe ich meine Küche komplett auf Urgetreide umgestellt und bin von den wertvollen Inhaltsstoffen, der guten Verträglichkeit und dem tollen Geschmack begeistert.
Mein Wissen über Urgetreide – wie es im Körper wirkt, welche Vorteile es dir bringt, wie du es anwendest und was du alles daraus machen kannst – all das möchte ich gerne mit euch teilen.











