Vergangenes Wochenende habe ich zum ersten Mal am sogenannten “Synchronbacken” teilgenommen. Zorra vom Kochtopf und Sandra von Fromsnuggskitchen haben bereits zum 40. Mal eingeladen. Beim Synchronbacken stellen alle Teilnehmer am gleichen Tag ein vorgegebenes Rezept her. Dieses darf verändert werden, aber das Grundrezept, (diesen Monat von Robert von Lamiacucina) sollte erkennbar sein. Letzten Sonntag stand also eine Pinsa romana auf dem Plan. (Ich musste mich auf Wikipedia erst mal schlau machen, was das ist). Mit Blick auf die italienische Sprache der Beschreibung war mir sofort klar, dass es sich um ein traditionell italienisches Gericht handeln muss. Die Wahl der Mehlsorten war somit leicht. Emmer – das Getreide der alten Römer – darf nicht fehlen. Für das vorgegebene Reismehl habe ich – wieder typisch italienisch – einen Risottoreis im Mixer hergejagt. Kichererbsenmehl habe ich großzügig unterschlagen, weil ich es nicht mag und Sojamehl habe ich ebenfalls weggelassen, weil dies die alten Römer sicherlich auch nich verwendet haben. Auf der Suche nach einem typischen Belag bin ich auf der Seite von Valesa Schell von Brotbackliebeundmehr fündig geworden, welcher noch mit Pesto verfeinert wird. Das Pesto habe ich aufgrund meiner kleinen Basilikum-Schwemme gleich in 3-facher Menge selbst hergestellt und 2 Gläser davon verschenkt… Nun aber zu meiner Pinsa romana. Traditionell darf der Teig im Kühlschrank 48 – 120 Stunden reifen. Mein Teig durfte nach 72 Stunden der Kälte entfliehen und wurde zu einer extrem leckeren Pinsa romana die mich geschmacklich total begeistert hat. Es war echt witzig, zu wissen dass viele Leute an diesem Sonntag gleichzeitig backen und via Instagram die Ergebnisse austauschen. Und die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen… Heute, am Mittwoch, 02.10.2019 werden alle Rezepte gleichzeit online gestellt. Schau auch mal bei den anderen vorbei. Die Synchron-Back-Teilnehmer habe ich unten im Beitrag aufgeführt

Zubereitung

für 4 Stück Pinsa romana

Boden

Belag

  • 2 – 3 große Tomaten
  • 1 Becher Schmand
  • 6 EL Sahne
  • 1 EL Tomatenmark
  • 5 TL Pesto selbstgemacht
    (1 TL mit dem Schmand verrühren – den Rest für die Kleckse auf dem Belag)
  • 50 g Peccorino gerieben
  • 80 g geräucherter Schinken

Pesto

  • 50 g Basilikum
  • 40 g Walnüsse
  • 3 große Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • 150 ml Olivenöl

alle Zutaten mit einem Mixer vermengen und zerkleinern

Zubereitung

Kochstück

  • 30 g Reismehl mit 150 ml Wasser in einen Kochtopf geben und unter Rühren aufkochen
  • umfüllen und im Kühlschrank komplett auskühlen lassen

Teig zubereiten

  • Hefe in 200 ml kaltem Wasser auflösen
  • Lievito Madre, Salz, Emmermehl und Dinkelmehl in eine Schüssel geben und die aufgelöste Hefe und das Kochstück zugeben
  • 5 Minuten auf kleinster Stufe kneten
  • Öl zugeben
  • 10 Minuten auf kleinster Stufe weiterkneten
  • Teig in eine flache, geölte Schüssel geben und 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen
  • nach jeweils 15 Minuten den Teig dehnen und falten
  • nach 45 Minuten den Teig mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abdecken und 24 bis 120 Stunden im Kühlschrank reifen lassen
  • Teig herausnehmen und 30 Minuten aklimatisieren lassen
  • eine Arbeitsfläche mit reichlich Reismehl bestreuen und den Teig darauf kippen
  • je nach gewünschter Größe 150 bis 300 g abstechen und jeweils zu einer Kugel formen
  • 2 Stunden ruhen lassen
  • Von der Mitte her die Kugeln mit den Fingern zu einem Fladen formen und dabei den Rand etwas dicker lassen
  • weitere 30 Minuten gehen lassen
  • die Fladen mit wenig Olivenöl bestreichen und auf der unteren Schiene 10 Minute auf höchster Stufe (was der Ofen hergibt) backen
  • Pinsa aus dem Ofen nehmen und nach Wunsch belegen

Belag

Ich habe mich, wie bereits erwähnt, beim Belag für ein Rezept von Valesa Schell von Brotbackliebeundmehr entschieden, welches ich noch leicht abgewandelt habe:

  • Schmand, Sahne, Tomatenmark, 1 TL Pesto und Peccorino verrühren
  • je 1 EL auf die vorgebackene Pinsa geben und gleichmäßig verteilen
  • den geräucherten Schinken darüberlegen
  • Tomaten in Würfel schneiden und auf der Schmandcreme verteilen
  • mit geriebenem Mozarella bestreuen und das restliche Pesto in Klecksen auf der Pinsa verteilen
  • bei 270ºC (je mehr desto besser) weitere 5-10 Minuten fertig backen

folgende Teilnehmer haben am Sonntag ebenfalls die Pinsa romana gebacken. Es lohnt sich, dort auch mal vorbeizuschauen :-)

https://www.kochtopf.me/pinsa-romana

https://salamico.de/index.php/rezepte/75-no-knead-pinsa-romana-mit-rinderstreifen-bbq-sauce-und-kuerbis-chutney

https://backmaedchen1967.de/pinsa-die-etwas-andere-art-von-pizza/

https://cakescookiesandmore.ch/2019/10/pinsa-romana.html

http://backenmitleidenschaft.com/2019/10/02/pinsa-romana-die-mutter-aller-pizzen-zum-40-synchronbacken

https://brotecke.blogspot.com/2019/10/synchronbacken-40-herbstliche-pinsa.html

https://www.zimtkringel.org/pinsa-romana/

https://www.from-snuggs-kitchen.com/2019/10/synchronbacken-40-meine-pinsa.html

https://www.kuechentraumundpurzelbaum.de/pinsa-romana/

https://www.dinkelliebe.de/pinsa-romana-verfuehrerisch-knusprig/

https://volkermampft.de/pinsa-romana-wenig-hefe-viel-geschmack/

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Über die Autorin

Stefanie Dehn

Hallo, ich bin Stefanie Dehn aus der Nähe von Heilbronn. Schon immer habe ich mich für gute, regionale Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung interessiert.

Als ausgebildete Ernährungsberaterin liegt mir dabei besonders das Urgetreide am Herzen. Schon lange habe ich meine Küche komplett auf Urgetreide umgestellt und bin von den wertvollen Inhaltsstoffen, der guten Verträglichkeit und dem tollen Geschmack begeistert.

Mein Wissen über Urgetreide – wie es im Körper wirkt, welche Vorteile es dir bringt, wie du es anwendest und was du alles daraus machen kannst – all das möchte ich gerne mit euch teilen.