Zeit für ein richtig gutes Sauerteigbrot!
Ein gutes Alltagsbrot muss für mich vor allem eines können: richtig gut schmecken und auch am nächsten Tag noch schön saftig sein. Genau dafür ist dieses Sauerteigbrot gedacht.
Gebacken wird das saftige Urkorn-Sauerteigbrot mit unserer Mehlmischung „Flotte Karotte“ aus Urdinkel BlueVelvet, Gelbmehlweizen und Waldstaudenroggen. Und bevor du dich über den Namen wunderst: Nein, in diesem Brot sind keine Karotten versteckt. 😊
Der Name unserer Mehlmischung hat nämlich eine kleine Geschichte. Ursprünglich haben wir sie für das Kinderrezept „Flotte Karotte“ von Michael Kress zusammengestellt – und bei diesem Rezept kommen tatsächlich Karotten in den Teig. Die Mischung hat ihren Namen behalten, ist aber viel zu vielseitig, um sie nur für ein einziges Rezept zu verwenden.
Dieses Sauerteigbrot ist dafür ein schönes Beispiel. Quark und Naturjoghurt bringen ordentlich Saftigkeit in die Krume, während der Sauerteig für Aroma sorgt. Eine kleine Menge Frischhefe unterstützt die Gare und macht das Rezept etwas unkomplizierter und planbarer.
Besonders spannend finde ich dabei das Zusammenspiel der drei Urgetreide: Urdinkel BlueVelvet, Gelbmehlweizen und Waldstaudenroggen bringen jeweils ihren eigenen Charakter mit und ergeben zusammen ein kräftiges, aromatisches Brot, das wunderbar zur täglichen Brotzeit passt.
Und vielleicht steht die „Flotte Karotte“ bei dir bisher auch nur für unser Karottenbrot im Regal. Dann ist dieses Rezept die perfekte Gelegenheit, die Mehlmischung einmal ganz anders kennenzulernen.
Viel Freude beim Backen und Genießen!
Das Rezept: Saftiges Urkorn-Sauerteigbrot
ZUTATEN
SAUERTEIG
- 150 g Sauerteig (aktiv)
HAUPTTEIG
- 150 g Sauerteig
- 550 g Mehlmischung „Flotte Karotte“
- 5 g Flohsamenschalen
- 300 ml Wasser (+ 15ml nach Bedarf)
- 75 g Quark
- 150 g Joghurt, Natur 3,5%
- ½ TL Honig (5g)
- 1 TL Salz
- 1 g Hefe, frisch
- 10 g Öl
ZUBEREITUNG
SAUERTEIG HERSTELLEN
- 50 g ASG (Anstellgut aus dem Kühlschrank) mit 75ml lauwarmem Wasser und 75 g Mehl verrühren. 4-5 Stunden bei ca. 27°C stehen lassen (Der Teig sollte sich sichtbar vergrößert haben)
- 150 g für das Rezept abnehmen und die restlichen 50g in den Kühlschrank stellen
HAUPTTEIG HERSTELLEN
- Mehl und Flohsamenschale trocken vermischen
- Sauerteig, Wasser, Quark, Joghurt, Honig, Salz und Frischhefe zugeben, ca. 3 Minuten langsam mischen.
- 10 Minuten ruhen lassen.
- Öl zum Schluss unterkneten. Nur wenn der Teig noch Wasser aufnehmen kann, die restlichen bis zu 15 g Wasser portionsweise zugeben.
ERSTE GEHZEIT (STOCKGARE)
- Den Teig in eine gefettete Teigwanne legen und bei etwa 27 °C reifen lassen. Nach ca. 30 Minuten einmal dehnen und falten; nach weiteren ca. 30 Minuten nur bei Bedarf ein zweites Mal. Die Stockgare ist beendet, wenn der Teig ungefähr 50–60 % an Volumen gewonnen hat, sichtbar luftiger ist und noch genügend Spannung besitzt.
FORMEN
- Den Teig vorsichtig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und rund formen. Oberflächenspannung aufbauen, aber möglichst wenig Gärgase herausdrücken. Mit dem Schluss nach oben in gut bemehlte Gärkörbchen legen.
ZWEITE GEHZEIT (STÜCKGARE)
- Die geformten Brote bei ca. 27–28 °C gehen lassen. Richtwert: etwa 20–35 Minuten. Sobald die optimale Gare erreicht ist, werden die Brote sofort gebacken.
BACKREIFE PRÜFEN
- Ein sanfter Fingerdruck kommt langsam und nicht vollständig zurück. Springt die Delle sofort zurück, braucht das Brot noch Zeit. Bleibt sie tief stehen und der Teig wirkt schwach, ist die Gare bereits weit fortgeschritten.
BACKEN
- Backofen rechtzeitig auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Teiglinge vorsichtig auf das heiße Blech bzw. den Backstein stürzen und einschneiden.
- 10 Minuten bei 240 °C mit kräftigem Anfangsdampf backen.
- Dampf ablassen, auf 220 °C reduzieren und ca. 30–35 Minuten fertig backen.
Ein gutes Sauerteigbrot braucht vor allem eines: Zeit. Dafür wird man mit einem aromatischen Brot, einer schönen Kruste und einer wunderbar saftigen Krume belohnt. Unser saftiges Sauerteigbrot kombiniert aktiven Sauerteig mit unserer Backmischung „Flotte Karotte“ und sorgt so für ein besonderes Geschmackserlebnis.
Durch die Kombination aus Sauerteig, Quark, Joghurt und Flohsamenschalen bleibt das Brot angenehm saftig und frisch. Die Zubereitung erfordert etwas Geduld, ist aber mit den richtigen Gehzeiten unkompliziert. Also: Sauerteig aktivieren, Teig ansetzen und dem Brot Zeit geben, sich zu entwickeln.
Sauerteig – Zeit für guten Geschmack
Sauerteig ist die perfekte Grundlage für ein aromatisches Brot. Während der langen Teigführung kann sich der Geschmack des Brotes besonders schön entwickeln. Wichtig ist dabei vor allem, dem Teig ausreichend Zeit für die Stock- und Stückgare zu geben.
Bei diesem Rezept wird der Teig zunächst bei etwa 27 °C reifen gelassen und anschließend im Gärkörbchen weitergeführt. Ein einfacher Fingerdrucktest hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt zum Backen zu erkennen.
Unser Tipp: Beim Sauerteigbacken lohnt es sich, nicht nur auf die Uhr zu schauen. Auch Volumen, Spannung und die Beschaffenheit des Teiges geben wichtige Hinweise darauf, wann er bereit für den Ofen ist.
„Flotte Karotte“ trifft auf Sauerteig
Unsere „Flotte Karotte“ bekommt in diesem Rezept eine ganz besondere Bühne: Gemeinsam mit dem Sauerteig entsteht ein Brot, das wunderbar saftig und aromatisch ist.
Wer gerne mit unseren Backmischungen experimentiert, kann hier entdecken, dass sie nicht nur für ein klassisches Brot geeignet sind. Mit etwas Zeit und den passenden Zutaten lassen sich daraus ganz unterschiedliche Brotkreationen zaubern.
Warum Geduld beim Sauerteigbrot belohnt wird
Von der Aktivierung des Sauerteigs über die Stockgare bis hin zur Stückgare begleitet dieses Rezept mehrere Schritte. Genau diese Zeit ist ein wichtiger Bestandteil des Backens.
Der Teig sollte während der ersten Gehzeit sichtbar an Volumen gewinnen und gleichzeitig noch ausreichend Spannung besitzen. Nach dem Formen folgt eine weitere Ruhezeit im Gärkörbchen, bevor das Brot in den heißen Ofen kommt.
Das Ergebnis: eine kräftige Kruste und eine wunderbar saftige Krume.
Über die Autorin
Stefanie Dehn
Hallo, ich bin Stefanie Dehn aus der Nähe von Heilbronn. Schon immer habe ich mich für gute, regionale Lebensmittel und eine ausgewogene Ernährung interessiert.
Als ausgebildete Ernährungsberaterin liegt mir dabei besonders das Urgetreide am Herzen. Schon lange habe ich meine Küche komplett auf Urgetreide umgestellt und bin von den wertvollen Inhaltsstoffen, der guten Verträglichkeit und dem tollen Geschmack begeistert.
Mein Wissen über Urgetreide – wie es im Körper wirkt, welche Vorteile es dir bringt, wie du es anwendest und was du alles daraus machen kannst – all das möchte ich gerne mit euch teilen.












