Urkorn Christstollen

 In Kuchen, Rezepte, Süßes

Das Rezept von diesem Urkorn Christstollen habe ich von Tobias Pfaff, Leiter der Bäckerfachschule Stuttgart bekommen.
Er ist wie ich Mitglied in der Gruppe “Urkornexperten”. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Urgetreide wieder bekannter zu machen, die Vorteile der alten Getreidesorten hervorzuheben und Back- und Kochrezepte mit Urkorn an Bäcker und Verbraucher zu geben.

In dieser Gruppe “Urkornexperten” sind außer Tobias Pfaff unter anderem auch Prof. Dr. Friedrich Longin von der Uni Hohenheim, der Urkornrevolutionär Siggi Brenneis, meine liebe Freundin Valesa Schell von Brotbackliebeundmehr, “die Wildbaker” Johannes Hirth und Jörg Schmid, Christoph Heger Produktentwickler und freiberuflicher Bäckereiberater, Bäckermeister Sebastian Brücklmaier aus München, Urkornpurist Reinhard Hecker … um nur einige zu nennen. Wir tauschen uns aus, entwickeln Rezepte und haben mit Friedrich Longin immer die neusten Ergebnisse in Sachen Getreideforschung. Alle Aktivitäten findest du auf Facebook und Instagram.

Das Rezept für den Urkorn Christstollen hat Tobias für den Bäckereibetrieb geschrieben und mir freundlicherweise für den Blog für meine Leser zur Verfügung gestellt. Ich habe lediglich die Menge geändert, das Dinkelquellmehl durch Flohsamenschale und den Dinkel 630 durch Urdinkel-Vollkorn ersetzt. Anstelle von Läuterzucker habe ich etwas Puderzucker verwendet.

Wer mich kennt, weiß dass ich kleinere Gebäckstücke liebe und sehr gerne Selbstgemachtes verschenke. Daher habe ich aus der angegebenen Menge nicht 2 große Stollen gebacken, sonder 4 Mini-Stollen. Diese warten nun im kühlen Keller, gut verpackt auf ihren großen Auftritt in der Adventszeit. Meine Neugier hat mich allerdings schon nach 2 Tagen in den Keller getrieben um ein kleines Stückchen zu probieren.
Dass ich letztendlich einen halben Stollen verspeist habe und nur die Vernunft mich vor weiterer Genusshingabe bewahrt hat, zeigt dass er wirklich hammerlecker ist. Ich freu mich auf die Adventszeit!

Zutaten für 4 kleine Stollen

Früchte- / Nussmischung

  • 80 g Cranberrys
  • 20 g Kirschwasser
  • 20g Puderzucker
  • 120 g getrocknete Zwetschgen, kleingeschnitten
  • 20 g Zwetschgenschnaps
  • 70 g Haselnüsse gehackt
  • 20 g Milch

zum Bestreichen

  • 100 g Butter
  • Puderzucker

Zubereitung

  • Die Hefe in der Milch auflösen
  • Alle Zutaten für den Stollenteig gut verkneten
  • Schüssel abdecken und 4-8 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen

 

  • Zwetschgen in kleine Würfel schneiden und mit Schnaps und der Hälfte des Puderzucker in einer Schüssel vermengen
  • abdecken und bei Raumtemperatur eine Stunde durchziehen lassen
  • Cranberries ebenfalls mit Kirschwasser und der anderen Hälfte des Puderzucker mischen, abdecken und durchziehen lassen
  • (das Einweichen kann auch gerne einen Tag vorher gemacht werden)
  • Nüsse mit der Milch mischen und ebenfalls 1 Stunde durchziehen lassen

 

  • Früchte und Nussmasse in de Teig geben und gleichmäßig  einarbeiten.
  • Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur ca. 1 Stunden ruhen lassen
  • auf eine unbemehlte Arbeitsfläche kippen und in 4 gleich große Stücke teilen und rund formen
  • den Teig etwas flach rollen und zur typischen Stollenform zusammenklappen
  • die Stollen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und nochmals 1/2 Stunde gehen lassen
  • bei  200 Grad O/U  10 Minuten anbacken. Dann auf 170 Grad reduzieren und  ca. 25-30 Minuten fertig backen.
    (Wenn die Stollen zu dunkel werden, mit einem Stück Alufolie abdecken)
  • 100 g Butter erwärmen und die Stollen noch heiß damit bestreichen
  • dick mit Puderzucker bestreuen
  • in Alufolie einschlagen und ca. 2 Wochen kühl lagern

Wenn du sicher gehen willst, dass die Stollen nicht breit laufen, kannst du diese entweder in einer Stollenform backen oder dir mit einem Stück Alufolie helfen, indem du dieses wie eine Manschette um den Teig legst.

Tipp:

Anstelle von Zwetschen und Cranberries kannst du auch 200 g selbstgemachtes Orangeat in den Teig kneten. Das gekaufte Orangeat und Zitronat aus dem Supermarkt schmeckt meiner Meinung nach überhaupt nicht, weshalb ich hier nur auf selbstgemachtes oder gekauftes z.B. von bon´gu zurückgreifen würde.

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